The Grahams · World Tour 202701 · Kapstadt

Drei Wochen am Rand des afrikanischen Kontinents — über Wind, Wein und einen Berg, der entscheidet wer hochkommt.

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Tafelberg, in zwei Anläufen.

Drei Wochen am Rand des afrikanischen Kontinents — über Wind, Wein und einen Berg, der entscheidet wer hochkommt.

12.12.2026·Kapstadt, Südafrika·2 Min. Lesezeit

Drei Wochen am Rand des afrikanischen Kontinents — und noch immer verstehen wir nicht ganz, wie ein Ort so viel sein kann. Kapstadt ist Stadt und Wildnis, Geschichte und Aufbruch, Stille und Lärm. Alles gleichzeitig, ohne Rücksicht auf Ordnung.

Der Tafelberg lässt einen nicht immer hoch. Wir kamen zweimal. Das erste Mal blieb die Gondel unten, weil der Wind aus der falschen Richtung blies. Das zweite Mal — ein Dienstag, grau am Morgen — öffnete sich das Wolkentuch kurz nach elf. Wir fuhren hinauf. Die Aussicht war nicht atemberaubend, weil sie groß war. Sie war es, weil sie klar war.

Unten in der Bo-Kaap haben die Häuser Farben, die man in Europa für zu laut halten würde. Mintgrün, Lachsrosa, Eigelb. Wir aßen Samosas auf einer Treppenstufe, irgendwo spielte jemand Gitarre. Einen Moment lang hatte ich das Gefühl, dass die Welt kleiner ist als gedacht — und das war kein schlechtes Gefühl.

Die Weinberge liegen eine Stunde entfernt. Constantia, Franschhoek, Stellenbosch — Namen, die schwerer landen als erwartet. Ein Sauvignon Blanc, den wir im Schatten eines Eichendachs tranken, und ein einfacher Gedanke: So geht das also, eine Reise.